Care Center – Maßstäbe setzen

Ortsbesuch in Bochum, der Heimat von Starlight Express, eines ambitionierten Fußball-Zweitligisten und eines renommierten Schauspielhauses, das regelmäßig ganz stolz dem bekanntesten Sohn der Stadt, Herbert Grönemeyer, einen ganzen Theaterabend widmet. Bochum ist aber noch vieles mehr, beispielsweise die Zentrale von Care Center Deutschland (CCD), das jahrelang den Titel „Ruhr“ im Namen trug, ehe dieser außerhalb des Umkreises mehr für Verwirrung als für Verortung sorgte. Das Navigationsgerät leitet präzise in ein Gewerbegebiet im Stadtteil Weitmar. Hier hat im vergangenen Herbst das neue Versorgungsflaggschiff seine Pforten geöffnet. Das mit großer Fensterfront umgebene Sanitätshaus empfängt die Besucher zunächst mit einem Mix aus Tradition und Moderne. In Vitrinen finden sich fast schon antike Schriftstücke und Zeitzeugen der Hilfsmittelversorgung ausgestellt, während aktuelle Produkte in ein minimalistisches Warenträgersystem eingebettet sind. Herr des Hauses ist Uwe Brockmann, seit 2012 als Geschäftsführer für CCD tätig. Unter seiner Ägide hat sich die Anzahl der Mitarbei-ter von knapp unter 70 auf rund 200 vergrößert. Was sich einerseits unter der Prämisse „organisches Wachstum“ er-folgreich anhört, hat mit der Zeit schlichtweg zu räumli-chen Engpässen für Firma und Belegschaft geführt.

Architekturstruktur aktiviert Potential

Von der Emotion zur Funktion: Haben Sie sich schon einmal gefragt, was Architektur mit funktionierenden Abläufen in Sanitätshäusern auf der Geschäftsfläche zu tun hat? Erstaunlich viel! Der Blick über die Grenzen der Ladenfläche sowie der Anproben hinaus bestätigt die Bedeutung der architektonischen Organisation für die betriebswirtschaftliche Effizienz.