Digitaler Push fürs Handwerk

Digitaler Push fürs Handwerk

Ein Laufband, Messgerät, Kamera. Wofür das Sanitätshaus Vital in Hilden steht, erkennen Interessenten bereits beim flüchtigen Blick von der Straße aus. Während in den meisten Sanitätsfachgeschäften Produkte die Schaufensterflächen dominieren, ermöglichen Anna und Andreas Wylenzek gezielt den Einblick in eine Kabine mit Mess- und Analysegeräten. GP hat sich vor Ort umgesehen und mit den Machern gesprochen.

Gang- und Laufanalyse im Sanitätshaus Vital in Hilden.

Links neben dem Eingang werden die Schuhe präsentiert, nach hinten versetzt haben der Kassenbereich und das Sanitätshaussortiment ihren Platz, rechter Hand ausgewählte Wäscheartikel sowie einige Rollatoren. Eine klassische Verkaufsfläche in einem Sanitätshaus – wenn da nicht der große Wanddurchbruch mit einer Scheibe wäre. Dahinter liegt eine großzügige Kabine für die Gang- und Laufanalyse von Prothesenträgern oder Sportlern. Wenn die Kabine besetzt ist, lässt sich per Knopfdruck ein Sichtschutz mit einem attraktiven Fotomotiv nach unten fahren. „Diese Transparenz ist wunderbar“, freuen sich Anna und Andreas Wylenzek, die seit 1989 das Sanitätshaus Vital in Hilden leiten. „Wir verstecken unsere orthopädietechnische Kompetenz nicht in der Werkstatt, sondern bilden sie auch auf der Sanitätshausfläche deutlich ab.“ Dies sei eine Besonderheit für die Sanitätshausbranche, ergänzt Elke Park, die mit ihrem Planungsbüro Parkraum für die Konzeption der Fläche sowie die Koordination und den Bauablauf verantwortlich zeichnet.
Die großzügig bemessenen Kabinen nehmen etwa die Hälfte der gesamten Geschäftsfläche von über 1.000 qm ein. Neben dem zentral gelegenen Gang- und Laufanalyse-Bereich gehören dazu separate Räume für die Fußdruckmessung, die Kompressionsversorgung, eine Gangschule mit Treppe und Rampe für mechatronische Prothetik und Orthetik sowie diskret in einem Seitenbereich des Geschäftes die Brustprothetik. „Wir benötigen genügend Platz für die Diagnostik. Außerdem wollen wir, dass sich die Menschen in den Räumen wohlfühlen“, führt Anna Wylenzek aus. Die Wände in jeder Kabine sind daher individuell farbig gestaltet, um eine behagliche Atmosphäre zu schaffen. Alle Kabinen bieten außerdem die Möglichkeit für zusätzliche digitale Services und Bildschirme. Das können Filme und Produktinformationen sein, aber künftig auch eine komplette dezentrale Abwicklung der Versorgung – zum Beispiel bei der Brustprothetik –, so dass die Kundinnen und Kunden gar nicht mehr zur Hauptkasse müssen. Im ersten Moment sei ihm die Planung für die Kabinen zu groß erschienen, gibt Andreas Wylenzek unumwunden zu. „Doch jetzt bin ich froh über die Umsetzung“.

Auch im Verkaufsbereich setzen die Unternehmer auf digitale Bausteine. An einer zentral platzierten Stelle können sich Kunden selbstständig oder zusammen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern über verschiedene Hilfsmittelversorgungen informieren sowie ihre individuellen Flipflops konfigurieren, erläutert Anna und Andreas Wylenzeks Tochter Edith Winterstein. Auf einem Display im Schuhregal erscheinen automatisch ergänzende Informationen zu einem Modell, wenn der Kunde es in die Hand nimmt – NFC-Technik macht es möglich. Seit dem Umzug in die neuen Räume ergänzt die Laufschuh-Marke Brooks das Sortiment. Dazu addieren sich Finn Comfort, Joya, MBT und Lucro.

Anna und Andreas Wylenzek mit ihrem Team (Fotos: Sanitätshaus Vital)

Im Wartebereich nutzen die Sanitätsfachhändler das Web-TV-Angebot der Opta Data Gruppe. Künftig wolle man aber auch Beiträge selbst erstellen. So lassen sich zum Beispiel das handwerkliche Knowhow in der Werkstatt auf authentische und individuelle Weise demonstrieren. Andreas Wylenzek schätzt die digitale Unterstützung, die Elke Park in das Raumkonzept integrierte – wenn diese seine handwerkliche Kompetenz hervorhebt. Den Schwerpunkt seines Angebots bilden die Orthopädie(schuh)technik, kleinere Reha-Hilfsmittel wie Rollatoren und das Sanitätshaussortiment. „Wir legen Wert auf das Handwerk“, führt der Orthopädietechniker-Meister aus, der nach seiner orthopädietechnischen Ausbildung und praktischen Tätigkeit in Polen im Jahr 1981 nach Deutschland kam und drei Jahre später bereits seine Meisterprüfung an der IHK in Düsseldorf ablegte. Der online-unterstützten Versorgung mit Einlagen erteilt er daher eine deutliche Absage. „Wir wollen die Kunden bei uns im Geschäft sehen und hier versorgen.“
Im August baute das Sanitätshaus Vital gleichwohl seinen Internetauftritt mit einem Online-Shop aus. Dort steht der Freiverkauf im Vordergrund. Der Online-Shop reiht sich nahtlos in die Entwicklung des Unternehmens ein. Schließlich tragen die abgerechneten Leistungen über Rezept gerade einmal die Hälfte zum Gesamtumsatz bei, führt Anna Wylenzek aus. Für den hohen Freiverkaufsanteil zeichnet vor allem die auf Wäsche und Bademode spezialisierte Filiale Wäschetraum verantwortlich.

Die beteiligten Gewerke

Folgende Dienstleister zeichnen für den Neuauftritt des Sanitätshaus Vital in Hilden verantwortlich:

  • Planung, Innenraumkonzept und Projektkoordination: Parkraum, Stuttgart
  • Digitalisierungspartner: Mediativ AG, Stuttgart
  • Ladenbau: Ralf Kreft Pro-duktmanagement, Olsberg

Stark im Netzwerk

Das Vital Sanitätshaus engagiert sich in verschiedenen Netzwerken. In den ehemaligen Räumlichkeiten, die nur wenige Meter entfernt einmal quer über die Straße liegen, eröffnet im neuen Jahr eine physiotherapeutische Praxis. Nicht zuletzt in der Lymphtherapie strebe man dank der räumlichen Nähe eine enge Zusammenarbeit an. „Wir können direkt nach der manuellen Lymphdrainage Maß nehmen für die Kompressionsversorgung“, sagt eine leitende Mitarbeiterin beim Rundgang.
Das Sanitätshaus Vital gehört zu den Partnern beim Entlassmanagement der umliegenden Krankenhäuser. „Das funktioniert reibungslos“, führt Andreas Wylenzek aus. Gleichzeitig strebt er eine verstärkte Kooperation mit Kliniken im Bereich der Forschung an. Schließlich liefert die Laufgang-Analyse mit dem Mess-System von Molibso eine Fülle an Daten, deren Dokumentation nicht nur die Argumentation gegenüber den Kostenträgern erleichtert. Die Auswertungen ließen sich auch in der Sportwissenschaft nutzen, ist der Orthopädietechniker überzeugt, während er auf einem Messergebnis voller Elan den Knick der Fußachse interpretiert.

Der Freiverkauf spielt eine bedeutende Rolle im Sanitätshaus Vital.

Nicht zuletzt pflegt das Sanitätshaus eine Kooperation mit dem Fitnessstudio Sportmühle. In einem Ausstellungsraum sowie bei Veranstaltungen bietet es den Kunden einen Überblick über Versorgungsmöglichkeiten mit Hilfsmitteln. Außerdem können die eigenen Mitarbeiter zu einem vergünstigten Beitrag trainieren.
Das Sanitätshaus Vital beschäftigt rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit neun Nationalitäten. Anna Wylenzek empfindet die Vielfalt ihres Teams als berufliche und private Bereicherung. Zudem schätzt sie den Mix an jüngeren und älteren Mitarbeitern, „die Verständnis für die Probleme unserer Kunden mitbringen“. Zum Team gehören auch fünf Auszubildende. Das Unternehmen engagiert sich seit jeher für den beruflichen Nachwuchs und wurde von der IHK dafür ausgezeichnet. Insgesamt habe man schon rund 60 junge Menschen für den Sanitätsfachhandel und die Orthopädietechnik begeistern können, so Anna Wylenzek weiter. Denn: „Es ist ein abwechslungsreicher, schöner Beruf.“ TK


Wow-Effekte

"Wow-Effekte"

Von London über Paris nach Bremen: eine „Shopping-Tour“ mit Innenarchitektin Elke Park, Planungsbüro Parkraum. Die Beispiele aus dem Sporthandel und aus der Hörgeräteakustik liefern dem Sanitätsfachhandel Impulse für die Planung seines Stores. Nur Mut!

Nike setzt in seinem Store in Paris auf Erlebnisse und Aktionen auf der Ladenfläche und schafft damit unvergessliche Momente: Spiel und Spaß. Emotional packende Ereignisse binden den Kunden an die Marke. Offen gestaltete Flächen mit Erlebnischarakter sowie eine Warenpräsentation mit bewusst inszeniertem Industriecharakter stellen den Kunden in den Mittelpunkt.

Nike macht es vor: Individualisierung ist eine emotionale Komponente, die ein Fachbetrieb heutzutage nicht unterschätzen darf. Der Kunde von heute lässt sich mit interessanten „Appetithäppchen“ binden, damit er auch morgen Kunde bleibt: Individuell auf die Marke zugeschnittenes Merchandising gewinnt an Relevanz!

Foto: Adidas

Markenpräsentation von Anfang an: In seinem Flagship-Store integriert Adidas die Fassade in eine kraftvolle Markenaussage und kommuniziert mit potenziellen Kunden. Der Schriftzug „Adidas LDN“ bezieht sich auf den Standort und schafft Vertrauen. Der Außenauftritt weckt Neugierde!

Eine ruhigere Zone für Beratung und doch mitten in der Produktwelt: Motive via großem Monitor und Abbildungen von Menschen mit Produkten schaffen beim Hörgeräte-Spezialisten Kind in Bremen eine Verkaufsatmosphäre, in der Kunden sich wohlfühlen und positiv gestimmt sind. Authentizität ist dabei ein ebenso wesentlicher Erfolgsfaktor wie ein logisches Farbkonzept.

Foto: Oktalite

Licht an! Die Kunden erheben beim fließenden Übergang von der Verkaufsfläche in den Beratungsbereich bzw. in schallgeschützte Kabinen einen gleichbleibenden Anspruch an die Qualität. Das Design auf dem Weg in die Beratungsräume muss mit der Gestaltung der Verkaufsfläche übereinstimmen. Licht ist ein wesentlicher Faktor zur Führung der Kunden.

Foto: Oktalite

Warum nicht Rollis, innovative Rollatoren oder andere Hilfsmittel anstelle von T-Shirts von der Decke hängen lassen? Innovatives Design begegnet „Silver Agern“ heute nicht nur bei Nike in Paris, sondern überall. Diese Präsentationsidee eines modernen Warenträgersystems passt ebenso in ein Gesundheitshaus!
Solche Wow-Effekte sorgen zusammen mit einem gelungenen Gesamtambiente für einen unverwechselbaren Auftritt.

Foto: Nike

Das hat Hand und Fuß

Das hat Hand und Fuß

Björn Dambacher hat sich in Esslingen mit „Fusswerk“ abseits der City selbstständig gemacht

„Ich will zeigen, dass Orthopädie-schuhtechnik auch modern gehen kann.“
Björn Dambacher (Fotos: von Varendorff)

Das Kümmern um die Füße hat in der Familie Dambacher Tradition. Schon der Großonkel von Björn Dambacher war selbstständiger Schuhmacher in Fellbach-Oeffingen. Der Vater hatte fast 40 Jahre in Stuttgart-Mitte sein Ladenlokal als Schuhmachermeister und saß der Innung als Obermeister vor. Jetzt folgt der 46-jährige den Fußstapfen seiner Vorfahren und verbindet das Handwerk mit Gesundheit. Als Orthopädieschuhtechnikermeister und als „Postural- Orthesiologe“ kümmert er sich von Kopf bis Fuß um seine Patienten. Er hat sich in Esslingen in der neu entstandenen West-Stadt mit „Fusswerk“ niedergelassen. Die bewusst gewählte Grenzlage zur Innenstadt habe ganz besondere Vorteile.

Hell und klar strukturiert wird der Kunde in den drei Meter hohen Räumlichkeiten – lichte Höhe sind es sogar 4,20 Meter – empfangen. Ein kleiner Flur mit Geländer ist als Gang-Analyse-Areal durch weiß lasierte Seekiefer-Balken vom vorderen Verkaufsraum abgetrennt. Der Analyse-Gang endet rechter Hand in einer kleinen Anmess-Kabine. Die Fensterfronten sind ebenfalls raumhoch und sparsam bestückt. So blickt der Kunde durch die Schaufenster quasi ins eigene Wohnzimmer. „Transparenz ist mir wichtig“, sagt Björn Dambacher. Das spiegelt auch der Analyse-Raum wider. Hier können im vertraulichen Ambiente 3-D-Bodyscan-Analysen vorgenommen werden. „Als ,Posttural-Orthesiologe‘ kümmere ich mich darum, den Menschen als Ganzes wahrzunehmen.“ Muskuläre Dysbalancen, Fuß- und Gelenkschmerzen und Gelenkfehlstellungen hätten meistens ganz andere Ursachen als die scheinbar offensichtlichen.

Der Blick in eine Anmess-Kabine.

Prävention

Dambacher sieht sich nicht nur im Dienst der Kranken. „Mir ist auch der präventive Ansatz wichtig.“ Dabei deckt er mit seinem Portfolio viele unterschiedliche Bereiche ab. Dazu gehören neben Einlagen für Alltag und Sport, orthopädische Maßschuhe sowie die Versorgung des diabetischen Fußsyndroms oder rheumatischer Füße. Hinzu kommen die manuelle und elektronische Fußanalyse, Haltungs- und Bewegungsanalysen, Therapie- und Bequemschuhe, orthopädische Schuhzurichtungen, sowie Bandagen und Kompressionstherapie. Zum Kundenstamm zählen gleichermaßen Kinder wie Hochbetagte. Dazu addieren sich Sportlerversorgungen sowie Maßnahmen zur Leistungssteigerung und Prävention. Der 46jährige bringt dafür viel Erfahrung als Leiter eines Filialnetzes eines Sanitätshauses sowie als ehemaliger Entwicklungsleiter in der Industrie mit. Sein Knowhow und seine Arbeitserfahrung haben ihn zum überzeugten Netzwerker gemacht. „Ich bündle gern Fachwissen aus verschiedensten Richtungen.“ Sein Ziel: „Ich möchte mit meinem Job Menschen helfen, die Leiden haben, und sie ins Leben zurückbringen.“

Das „Fusswerk“ liegt in der neuen Weststadt in Esslingen. Zu den direkten Nachbarn zählen die Barmer Krankenkasse sowie zahlreiche Ärzte und Physiotherapeuten.

Das „Fusswerk“ liegt keineswegs mitten in Esslingens historischer Altstadt, sondern in der neuen Weststadt. Hier sind 600 Wohnungen mit bester Ausstattung entstanden. Zu den direkten Nachbarn des „Fusswerk“ zählen die Barmer Krankenkasse sowie zahlreiche Ärzte und Physiotherapeuten. Hinzu kommt die problemlose Anbindung an den ÖPNV. Auch das leidige Problem der Anfahrt und der Parkplatzverfügbarkeit stellt sich in der Weststadt im Gegensatz zum Stadtkern nicht. Nur 300 Meter entfernt liegt eine E-Ladestation. Seit Mitte 2018 liebäugelte Björn Dambacher mit dem Gedanken, sich selbstständig zu machen. „Natürlich durchdenke ich auch Eventualitäten“, sagt er, „aber schließlich bin ich das Risiko eingegangen.“ Mut, Umsicht und Weitsicht sind Fähigkeiten, um am Markt zu bestehen. „Ein neues Image war mir für den Sektor wichtig. Ich will zeigen, dass Orthopädieschuhtechnik auch modern gehen kann.“ So ist das Firmenlogo ein petrolfarben umrissener Fuß, der aussieht, als wollte er gleich in einem eleganten Pump schlüpfen. Im oberen linken Eck weist lediglich ein grün angerissenes Kreuz auf den Gesundheitsaspekt hin.

Shopdesign

Ein kleiner Flur mit Geländer ist als Gang-Analyse-Areal durch Seekiefer-Balken vom vorderen Verkaufsraum abgetrennt.

Für das Shopdesign zeichnet das Innenarchitektur-Büro Parkraum von Elke Park verantwortlich. Es soll dem Kunden die Kommunikation mit der Ware erleichtern und die Kompetenz von Fußwerk herausarbeiten. Dabei spielt das Licht eine wesentliche Rolle. Es leitet und lenkt den Kunden. Dambacher setzt auf effiziente LED-Technik in einem Leuchten-Design mit speziellen Reflektoren. Professionelle Visual Merchandising-Maßnahmen sprechen den Kunden beim Warten auf dem Lounge-Sofa sowie beim „Durchschlendern“ des Geschäfts an. Der Kunde soll zu keiner Zeit den Eindruck gewinnen, als „krank“ behandelt zu werden. Der Fokus der Präsentation liege auf dem Thema „Gesundheit“. Das gilt für die Möblierung ebenso wie für die Gestaltung des offenen Besprechungsbereiches, der mit Präsentationsbildschirm und Sesseln zum Austausch einlädt. Hier wird der interdisziplinäre Ansatz nicht nur propagiert, sondern gelebt.
Im Marketing beschreitet Dambacher die klassischen Wege mit Prospektmaterialien oder Zeitungswerbung. Doch sein Augenmerk gilt der digitalen Kommunikation auf Kanälen wie Facebook, Instagram und Co. Dabei informiert und unterhält er die Leserschaft und Abonnenten gleichermaßen. Der mehrfache Familienvater wählte seine Öffnungszeiten so, dass der Samstag hauptsächlich der Familie gehört. Wer Dysbalancen im Körperlichen ganzheitlich angeht, achtet auch auf die eigene Work-Life-Balance. „Ich denke, es ist hilfreich, sich nicht nur auf einen Blickwinkel zu fokussieren“, sagt Björn Dambacher.


Fit ins neue Jahrzehnt

Das Sanitätshaus Bauer in Wermelskirchen erstrahlt seit Herbst in neuem Glanz.

Keine halben Sachen: Nach dem letzten großen Umbau 2001 und mehreren kleineren Anpassungen in den Folgejahren landete Andreas Hannig im vergangenen Herbst den großen Wurf. Der Geschäftsführer des Sanitätshauses Reha Team Bauer modernisierte sein Stammhaus in Wermelskirchen von Grund auf. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Andreas Hannig, Geschäftsführer des Sani-tätshauses Reha Team Bauer. (Foto: Bauer)

Das Sanitätshaus Bauer empfängt seine Kunden in einer hellen und transparenten Atmosphäre. Strahlendes Weiß an den Wänden ersetzt den ehemals modernen leichten Gelb-Ton. „Wir haben außerdem den Laden komplett entkernt“, berichtet Andreas Hannig beim Rundgang durch das Geschäft. Dabei versetzte er unter anderem auch die Kassentheke, da sie eine gute Verkaufsfläche blockiert habe.

Interessant: Das Geschäft verfügt jetzt zwar über eine etwas kleinere Fläche als vor dem Umbau. Gleichwohl kann er sein Sortiment auf zusätzlichen Wandflächen großzügiger denn je präsentieren, freut sich Hannig und lobt die Zusammenarbeit mit dem verantwortlichen Innenarchitekturbüro Parkraum aus Stuttgart. Der Ladenbau lag in Händen von Ralf Kreft Projektmanagement aus Olsberg. Zudem setzt Hannig stärker auf Visual Merchandising-Maßnahmen als in der Vergangenheit. Großformatige Image-Motive werten die Produkte emotional auf und leiten die Blicke der Kunden durch das Sortiment. Als Mitglied der Sanitätshaus Aktuell AG wirbt Andreas Hannig außerdem aktiv mit dem Smiley der Gruppe. Im Drei-Wochen-Rhythmus werden die Schaufenster neu dekoriert und gestaltet. Nicht nur der Verkaufsraum, sondern auch die Kabinen präsentieren sich jetzt in einem modernen Ambiente. Türen ersetzen die ehemaligen Vorhänge. Ungewohnt: Eine Kabine ist mit einem Fußpflege-Stuhl anstelle der bewährten Liege ausgestattet. Es sei ein Test, berichtet Hannig. „Wir wollen sehen, ob das besser zu unserer Abteilung passt und wie wir damit arbeiten können.“
Fast vier Wochen nahm die Runderneuerung in Anspruch. Dabei lief aber nicht nur der Reha-Betrieb weiter. Der ortsansässige Bäcker brachte den Unternehmer auf eine Idee: Er habe während des Umbaus einen Container vor dem Geschäft bezogen und daraus seine Backwaren verkauft, berichtet Hannig. Und warum solle dies nicht auch mit Bandagen und Kompressionsstrümpfen gehen? Hannig mietete für 1.200 Euro einen Container – und versorgte seine Kunden drei Wochen lang in einer 18 qm großen „Kabine“. Außerdem nutzte er für die Übergangszeit die Fläche der direkt an das Sanitätshaus angrenzenden Verwaltung.

Vorbereitet auf die Digitalisierung

Im Zuge des neuen Auftritts entschied sich Andreas Hannig für die Einführung des berührungslosen Mess-Systems „Medi vision“. Er steht der Digitalisierung der Geschäftsprozesse grundsätzlich offen gegenüber. Daher legte er Wert darauf, dass ihn die neue Elektroinstallation und Verkabelung in Zukunft nicht beschränkt, sondern ihm alle Möglichkeiten lässt, bei Bedarf digitale Tools wie z.B. Displays in den Laden zu integrieren.
Auch im Internet präsentiert sich der Sanitätsfachhändler auf der Höhe der Zeit. Interessenten und Kunden gewinnen bei einer „360 Grad Panoramatour“ auf der Webseite einen ersten Eindruck von den Räumlichkeiten. Unter „Google My Business“ stellt Andreas Hannig sein Haus ebenso mit Text und Bild vor.
Der gelernte Orthopädiemechaniker-Meister Andreas Hannig übernahm seinen Betrieb vor rund 20 Jahren. Bis auf die Orthopädieschuhtechnik deckt er in Wermelskirchen alle Versorgungsbereiche ab. Seit dem Jahr 2009 betreibt er zusätzlich eine Filiale in Bergisch-Gladbach, die sich ausschließlich um Rehatechnik kümmert. Die Rehatechnik bildet folglich mit einem Umsatzanteil von über 50 Prozent die wichtigste Säule des Unternehmens, das insgesamt 25 Mitarbeiter beschäftigt.
Wie der Markt wachse auch das Sanitätshaus Reha Team Bauer kontinuierlich. Dabei sieht sich Andreas Hannig für die Zukunft gut gerüstet. Der Fachkräftemangel stelle aktuell kein Problem dar. „Viele Mitarbeiter sind schon lange bei uns. Und wir haben in den letzten Jahren gute Leute gefunden.“ Nach dem Umbau ist Andreas Hannig daher überzeugt. „Für die nächsten zehn Jahre sind wir jetzt wieder ganz gut aufgestellt.“ TK


Gewinner des Leonardo Awards

Herzlichen Glückwunsch!

Am 28. September sind in Düsseldorf die Leonardo Awards
in mehreren Kategorien vergeben worden.

Im Rahmen einer Gala-Veranstaltung mit über 130 Gästen sind am 28. September 2018 die Leonardo Awards verliehen worden. Damit werden alle zwei Jahre Sanitätsfachhändler für ihre Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen ausgezeichnet. Dabei standen Innovationskraft, Eigenständigkeit, konzeptionelle Geradlinigkeit Nachvollziehbarkeit und die Professionalität der Umsetzung im Fokus.

Die Jury verlieh in diesem Jahr Leo-nardo Awards in folgenden Kategorien:

Bester Kundenservice: Mobiles Sanitätshaus Anja Lenz

Nach vielen Jahren in Krankenhäusern, Arztpraxen und bei Pflegediensten machte sich Anja Lenz mit einer Außendiensttätigkeit selbständig. Sie wohnte in einer ländlichen Region und erfuhr bei der Betreuung der älteren Menschen, dass es für sie schwer sei, die nächstgelegenen Sanitätshäuser zu erreichen – die Idee zum mobilen Sanitätshaus war geboren. Ein Anruf genügt, und Anja Lenz kommt mit den benötigten Artikeln ins Haus. Über Werbetafeln, Fahrzeug-Beklebungen oder Social Media-Aktivitäten macht sie auf ihren Service aufmerksam. So ist es ihr gelungen, ihren festen Kundenstamm stetig zu erweitern, nicht zuletzt durch den kundenfreundlichen Service. Das mobile Sanitätshaus besucht seine Kunden ohne Fahrtkostenzuschlag und auch nach 20.00 Uhr.

Die weiteren nominierten Unternehmen waren:
■ Hempel GesundheitsPartnerBerlin
■ Mediteam – Hallstadt
■ Medrob – Friedberg
■ Orthopädie-Technik Scharpenberg – Rostock
■ Sanitätshaus Haas – Estenfeld

DIE JURY-MITGLIEDER

Die Jury des Leonardo Awards setzt sich zusammen aus Vertretern der In-dustrie, von Verbundgruppen und Mes-severanstaltern sowie aus Verlagen und Agenturen: Bischoff & Bischoff, Hermann Bock, Bosch + Sohn, EGROH, Essity Germany, Landesinnung Bayern für Orthopädie-Schuhtechniker, Medi, Messe Kassel, Noventi HealthCare (Geschäftsbereich azh), Ofa Bamberg, ORTHEG, Ossenberg, RSR Reha-Ser-vice-Ring, Sporlastic, Verlag Sternefeld (GesundheitsProfi), Werkmeister, AVR Agentur für Werbung und Produktion

Das Ambiente passte zum Anlass: In diesem Jahr wurden die Leonardo Awards während einer Gala im Rheingoldsaal der Rheinterras-sen in Düsseldorf verliehen.

Digitales Marketing: Sanitätshaus Keil

Das Sanitätshaus Keil hat sich ein modernes Erscheinungsbild verliehen sowie eine Werbekampagne zur Co-Marke „Sensivus“ entwickelt. Seit März dieses Jahres arbeitet das Team mit viel Engagement an diesem Projekt. So entwickelte es zum einen ein Strategiebuch für die interne Kommunikation und Plakate sowie Prospekte. Zum anderen brachte das Team einen neuen Webseiten-Entwurf für die externe Kommunikation und eine Facebook-Kampagne auf den Weg, um das stationäre Geschäft mit analogen und digitalen Medien zu unterstützen. Dabei sind die Mitarbeiter stark einbezogen – die Identifizierung mit dem Unternehmen steht im Fokus. Dazu diente vor allem das Strategiebuch, das eine klare und transparente Weitergabe der Zielsetzung an die Mitarbeiter ermöglicht. Die Begeisterung der Mitarbeiter über den neuen Unternehmensauftritt zeigt sich auch in einer gestärkten Kundenbindung und bei der Gewinnung von Neukunden.

Die weiteren nominierten Unternehmen waren:

■ Maisch Orthopädie Technik Zent-rum Wieblingen – Heidelberg
■ Medi-Center Mittelrhein-Koblenz
■ Orthopädie Manufaktur Schad Lorenz – Füssen
■ Sanitätshaus Fürst – Passau
■ Stinus Orthopädie – Achern
■ Sanitätshaus Seeger hilft – Berlin
■ Sanitätshaus Glotz – Gerlingen
■ Winkels – Haltern am See

Bestes Kundenbindungsprogramm: Aspacher & Klotzbücher

Unter dem Motto „Aktiv für Ihre Gesundheit“ ist das Team von Aspacher & Klotzbücher mit Begeisterung für die Kunden da. Das umfassende Sortiment spricht eine breite Zielgruppe an. Damit jede Zielgruppe individuell angesprochen werden kann, nutzt das Unternehmen seinen Slogan für Maßnahmen zur Kundenbindung, umgesetzt durch imageorientierte Events. In einem Zeitraum von acht Monaten realisierte Aspacher & Klotzbücher drei große Events und ein Kundenmailing mit Bonuskarte. Vom Apfelmarkt im Oktober mit Schlepper-Treffen über ein Festzelt unter dem Motto Alpenglühen bis zum Maitreff mit den Trends rund um die Gesundheit – alle Events begeisterten das Publikum. Ein großes Kundenmailing mit Bonuskarte sorgte ab Dezember für zusätzliche Umsätze. Die Werbemaßnahmen zeigen sich vielseitig: von Flyern über Social-Media-Aktivitäten bis zu Zeitungsanzeigen. Der Erfolg gibt Aspacher & Klotzbücher Recht, denn die imageorientierten Events entwickelten sich über die Jahre zum wichtigsten Marketinginstrument des Unternehmens.

Die weiteren nominierten Unternehmen waren:

■ Medizintechnik & Sanitätshaus Harald Kröger – Massen-Niederlausitz
■ Medrob – Friedberg
■ Sanitätshaus Augustin –Thum/Erzgebirge
■ Sanitätshaus Ludwigslust –Ludwigslust
■ Seifert Technische Orthopädie –Bad Krozingen

Beste Raumgestaltung: Sanitätshaus Göldner

Das Sanitätshaus Göldner ist organisch gewachsen und veränderte seine Abläufe. Im Zuge dessen wurde HANDEL von 2015 bis 2017 ein Neubau konzipiert. Das Ziel bestand u.a. darin, bestehende Kunden neu zu empfangen und mehr Kunden anzusprechen. Ziel war es, für die wartenden Ange-hörigen der Kunden Wartezonen zu schaffen, die ein angenehmes Verweilen ermöglichen.
Die Fachdisziplinen Sanitätshaus, Orthopädie- und Rehabilitationstechnik sowie Care verfügen jetzt über großzügige Warte- und Beratungszonen. Die akustisch optimierten Diskretionsbereiche sowie geschlossene Kabinen gepaart mit organischen Materialien und emotionalen Bildern erzeugen eine Wohlfühlatmosphäre. Die zeitgemäße Kundenansprache in bayerisch gemütlicher, aber doch moderner Atmosphäre, ist abgestimmt auf eine ländlich geprägte Struktur. Der Erfolg ist spürbar: steigende Rezeptzahlen, Modernisierung der Marke Göldner, visuelle Präsentation der Sortimentsbereiche, mehr Kundenkontakte pro Tag und ein deutlich erhöhter Freiverkaufsanteil.

Die weiteren nominierten Unternehmen waren:
■ Gesundheitszentrum Greifswald –Greifswald
■ Hartlieb – Göppingen
■ Hempel GesundheitsPartner –Berlin
■ Klindwort Sanitätshaus & Orthopä-dietechnik – Bad Schwartau
■ Medi-Center Mittelrhein –Koblenz
■ Sanitätshaus am Goldenen Reiter – Dresden
■ Sanitätshaus Sippl – Neumarkt in der Oberpfalz
■ SaXcare Chemnitz & SaXcare PED – Chemnitz
■ SC Sanitätshaus

In der Kategorie My Way wurden zwei Unternehmen ausgezeichnet:

My Way: Medi-Center Mittelrhein
Das Medi-Center Mittelrhein hat im Juli 2017 ein ehemaliges Musterhaus zu einem barrierefreien Wohnraum umgebaut. Dieses ist mit zahlreichen technischen Hilfsmitteln ausgestattet, die es Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt oder pflegebedürftig sind, ermöglichen, so lange wie möglich zu Hause autonom zu wohnen. Dieses für Rheinland-Pfalz einmalige Projekt erfährt durch Flyer und Fernseh- und Zeitungsbeiträge, aber auch Werbemittel von der Hausbroschüre bis zu Stofftaschen sowie die Homepage mit virtuellem 360°-Rundgang sehr viel positive Resonanz. Das Medi-Haus ist eine Anlaufstelle zur Beratung sowie einer Plattform des Informations- und Erfahrungsaustausches über die Versorgung mit technischen Hilfsmitteln geworden. Die Hilfsmittelpräsentation ist erlebbar und authentisch. Kunden können Hilfsmittel ausprobieren und testen. Die Bekanntheit des Medi-Hauses stieg im ersten Jahr stetig.

My Way: Sanitätshaus Augustin
Musik ist die beste Medizin – ein ungewöhnlicher Slogan für ein Sanitätshaus. Jedoch nicht für das Sanitätshaus Augustin in Thum im Erzgebirge. Geschäftsführer Jens Schmiedel und seinen Sohn Paul verbindet die Musik mit vielen Patienten. Seit über zehn Jahren musizieren sie in ihrer Freizeit in Alters- und Pflegeheimen. Daher wissen sie genau, mit welcher Musik man Patienten bei unterschiedlichen Krankheitsbildern mit speziellen Liedern steuern und beeinflussen kann. Studien zeigten u.a., wie geschädigte Hirnregionen von Alzheimer-Patienten mit Musik aktiviert werden können. Zusammen mit einem Sounddesigner entwickelten sie das Projekt 3D-Audio mit einem speziell angepassten Content. Spezielle Soundboards wurden in einem neu gegründeten erzgebirgischen Netzwerk entwickelt und bringen die Patienten in eine Klangwelt, als würden die Musikanten Paul und Jens Schmiedel direkt zwischen den Patienten sitzen. Töne entwickeln Gefühle und rufen Bilder hervor. Die Patienten finden zu einer inneren Zufriedenheit und Entspannung. Das beeinflusst ihr Befinden positiv. In mehreren Einrichtungen erzielten die Musiker überaus positive Resonanz. Im Herbst 2018 wird „3D-Audio“ für Alten- und Pflegeheime auf den Markt kommen.

Next Generation: Sanitätshaus Arnold
In den 90er-Jahren dachte Reinhold Arnold erstmals daran sein Sanitätshaus Arnold in Leonberg an seine Kinder zu übergeben. Die Idee scheiterte mehrmals. Die letzte Chance für das Sanitätshaus Arnold: ein Verkauf an Oliver Wessels. Ihm war es sehr wichtig, dass die alten Werte, für die das Sanitätshaus Arnold Jahrzehnte stand, wieder gelebt werden. Mit seiner Ehefrau und Reinhold Arnold schlug er einen neuen Weg ein. In den ersten Jahren kämpften sie mit Altlasten. Doch nach und nach aber gewannen sie alte Kunden und Geschäftspartner zurück, denn die Kunden nahmen die Veränderungen sehr positiv auf. Seit 2016 geht es bergauf: Am Standort Leonberg hat das Venen- und Lymphzentrum enormen Zulauf. Die Orthopädie freut sich über viele alte, aber auch neue Kunden. Ein Orthopädie-Schuhtechnik-Betrieb wurde angegliedert, das Hauptgeschäft Leonberg erstrahlt in neuem Glanz. Mit familiärer Hilfe wurde renoviert, umgebaut und neue Ideen umgesetzt. Mit vereinten Kräften wurde die Vision von Reinhold Arnold und Oliver Wessels zukunftsorientiert umgesetzt. „Next Generation“ betrifft nicht nur Familie, sondern kann auch andere Wege gehen.

Newcomer: Sanitätshaus Ludwigslust
Inhaber Robér Balmer ist mit seinem Sanitätshaus Ludwigslust ein Senkrechtstarter. Mit einer Präsentation auf 180 Quadratmetern bietet er seinen Kunden alles, was ein klassisches Sanitätshaus zu bieten hat. Von Reha-Hilfsmitteln über Bandagen, Kompressionsstrümpfe, Inkontinenzprodukte, Pflegehilfsmittel, Einlagen bis hin zu orthopädischen Versorgungen. Kunden können mit dem mobilen 24h-Service zu Hause, im Pflegeheim oder in der Klinik versorgt werden. Angeschlossen ist ein 200 Quadratmeter großes Lager, um einen schnellen Zugriff auf weitere Artikel zu garantieren. Aber nicht nur die Präsentation beeindruckt, sondern auch das Engagement des Teams, das mit viel Herzblut für die Kunden da ist. Die Unternehmensphilosophie ist geprägt vom Grundsatz: Hier arbeiten Menschen für Menschen.


OT World 06/18

Wohlfühlen – auch in der Kabine

Wie kann der Ladenbau den Verkauf unterstützen?
Der Ladenbaupavillon auf der OTWorld lieferte Anregungen.

Mehrere Vorschläge für Schaufenster, diverse Innenraummöbel und Kabinen: Der Ladenbaupavillon auf der OTWorld in Leipzig zeigte beispielhaft, wie eine moderne Sanitätshausfläche in der Praxis aussehen könnte. Gestaltet wurde er zusammen mit dem Innenarchitekturbüro Parkraum in Kooperation mit mehreren Partnern. GP hat sich vor Ort umgesehen.

Innenarchitektin Elke Park verfolgt mit einer Ladeneinrichtung ein konkretes Ziel: „Wir rücken das Verkaufen in den Mittelpunkt.“ Dafür müssen sich die Kunden im Geschäft wohlfühlen. Zudem setzt Elke Park auf die Möglichkeiten der Digitalisierung. Nicht nur an den Wänden, sondern auch an Möbeln sind Bildschirme zur begleitenden Information der Kunden angebracht – beim Thema Mobilität selbstverständlich in der Höhe von Aktivrollstuhlfahrern. Auch der gezielte Einsatz von Duft kann die Aufenthaltsqualität unterstützen.
Nach der Messe zieht Elke Park ein positives Fazit. „Es interessierten sich mehr Entscheider für den Ladenbaupavillon als noch vor zwei Jahren. Dadurch ist die Qualität der Gespräche gestiegen.“

Mehrere Kissen, Bücher, ein florales Gesteck, ein Läufer – wie in einem Concept Store. Ein solches Merchandising-Arrangement eignet sich bestens, um die Aufmerksamkeit der Kunden auf Randsortimente, wie etwa Stöcke, zu lenken. Der gezielte Einsatz von Lichtspots unterstützt die Präsentation.